Sparren Loft Bielefeld, 2026

Umnutzung und Erweiterung eines ehemaligen Seniorenstifts, an der Kreuzstraße 21 in 33602 Bielefeld. Das ehemalige „Lutherstift“, erbaut 1954 und erweitert 1983, wurde im Jahr 2023 durch den Träger des Seniorenheimes aufgegeben. Das Konsortium Bautra GmbH und Borchard Bau (Campus Westend GmbH) erwarben das Gebäude im Jahr 2025.
Nach intensiver Analyse des Bestandes entstehen nach aktuellem Planstand von Stopfel Architekten insgesamt 95 Einheiten, im Dachgeschoss teilweise auch als Maisonette.

Außerdem stehen den Bewohnern zukünftig Meeting-Bereiche und Co-Work-, sowie Cook-, Game- und Lounge-Flächen für gemeinschaftliche Aktivitäten zur Verfügung.

Ein Garten mit Südorientierung, eine den allgemeinen Bereichen in Richtung Altstadt vorgelagerte halböffentliche Terrasse sowie als Highlight eine private Dachterrasse auf dem Zwischentrakt, welche mit Blick auf Burg und Altstadt lockt, runden das Wohnerlebnis vollständig ab.

Ein interner Waschsalon für die Bewohner wird das Serviceangebot zusätzlich erweitern. Die Umnutzung in ein Wohnhaus für Junges Wohnen erfolgt nach Abbruch des kompletten Dachstuhls und unter Erweiterung eines Flachdach-Zwischentrakts.

Dieses neu angefügte Bauteil wird eine moderne Gestaltung mit Glasfassade im Pfosten-Riegel-System erhalten. Diese wird flankiert von den historisch verbleibenden Seitenflügeln, welche mit einer Dachdeckung als rot/ braune Tonpfanne in klassischer S-Form versehen wird.

Der Erhalt der vorhandenen Architektursprache an den Seitenflügeln, mit Wiederherstellung der historischen Satteldachform nebst Einbau von historischen Aufschieblingen, ist vorgesehen.

Die Anmutung des Fassadenanstrichs wird sich an den hell-gedeckten Farbtönen des Kalk- und Sandsteines der Sparrenburg orientieren. Die Fenster werden in historisch weißem Farbton gehalten und mit Faschen einfasst. Die hinzugefügten neuen Elemente wie Pfosten-Riegel-Konstruktionen werden in modernem Grauton abgesetzt.

Bis auf die Giebelköpfe an der Kreuzstraße werden sämtliche Fassaden von außen gedämmt. Die grobe Putzstruktur soll an den Giebeln erhalten bleiben. Ebenso auch das historische Sandstein-Wappen, welches in der rechten Giebelmauer integriert ist.
Insgesamt befinden sich drei Treppenhauskerne im Gebäude. Rettungswege sind somit in ausreichender Zahl vorhanden. Etwa dreiviertel der Wohnungen sind barrierefrei erschlossen und auch von außen stufenlos erreichbar.

Die vertikale barrierefreie Erschließung der Ebenen 0 bis 5 erfolgt über einen neu eingebauten Aufzug mit einer Kabinengröße von ca. 1,10 m × 1,40 m, der in den bestehenden Schacht im Haupttreppenhaus (C1) integriert wird.

Heizung und Warmwasser werden durch Fernwärme erzeugt. Energetisch angestrebt ist ein KFW55 Standard und eine Zertifizierung nach DGNB in Silber sowie das QNG Siegel.

Die Stellplätze für Kfz werden nach dem Stellplatzschlüssel der Bauordnung im rückwärtigen Hofbereich erstellt. Zudem werden Fahrradstellplätze in ausreichender Anzahl außerhalb des Gebäudes, aber auch innerhalb in einer großzügigen Fahrradgarage, untergebracht.

Eindrücke

Stopfel
Architekten BDA

Dipl.-Ing. Architekt BDA
Frank H. Stopfel
Schumannstraße 2
33604 Bielefeld

Fon 0521 967602-0
Fax 0521 967602-22
architekt(at)stopfel.de